Montag, 7. September 2015

Von Opalen und dem Outback

Durch meinen engen Zeitplan habe ich nicht wirklich Zeit, in Alice Springs zu verweilen. Ich sammele also noch schnell eine Mitfahrerin, Sandy, ein und wir machen uns auf Richtung Adelaide.

Gestoppt wird in der Opalstadt Coober Pedy, dort gibt es einzigartige Häuser unter der Erde . Richtig.
Aus Trotz gegenüber allen anderen, oder weil es eben sehr naheliegend ist, haben die Bewohner ihre Höhlensysteme, die sie für die Opalsuche angebaut haben, zu Wohnungen erweitert.


Offensichtliche Vorteile sind, dass es immer angenehm kühl im Inneren ist und man allgemein keine Probleme mit dem Wetter hat!



Es ist allerdings schon etwas eingeengt und die Aussicht im Inneren ist jetzt auch nicht die Beste....

Wie auch immer, über Coober Pedy kann ich insgesamt nicht viel positives sagen. Ob es jetzt daran liegt, dass die gesamte Stadt etwas gespenstisch und ausgestorben scheint, oder daran, dass diejenigen, die wirklich hier leben, eher verrückter Natur sind..
Wir haben zum Beispiel einen alten chinesischen Mann getroffen, der schon vor Jahrzehnten auf der Suche nach dem großen Geld hierher gezogen ist
Funktioniert hat es leider nicht und jetzt bin ich mir nicht sicher, ob er wirklich noch alle Tassen im Schrank hat....

Nach einer Nacht in Coober Pedy und einigen Touren durch alte Opalminen und Häuser, was übrigens sehr interessant war, machen wir uns wieder auf den Weg




Das gute daran, durch das Outback zu fahren, ist die Freiheit, die man hat
Genug gefahren für heute? Dann sucht man sich einfach ein nettes Plätzchen, schlägt sein Zelt auf, macht ein Lagerfeuer und genießt den unglaublichen Blick auf die Sterne


Ein bisschen Lagerfeuer Musik darf natürlich auch nicht fehlen


Sobald wir in Adelaide angekommen sind, geht's für mich wieder an die Jobsuche, denn wie bereits erwähnt wurde mein letzter Job ja abgesagt...

Abwechslung gibt's in Form von einem Besuch in Hahndorf, der deutschen Siedlung außerhalb Adelaides
Dort kann ich mich mit deutschem Essen und Blaskapellenmusik verwöhnen lassen (haha)



Und auch die Jobsuche scheint viel einfacher zu sein, jetzt wo ich bereits Erfahrung gesammelt habe

Mein neues Ziel ist also eine Irrigation Farm in Hillston, knapp 700 Kilometer außerhalb von Sydney

Irrigation, also künstliche Bewässerung benutzen Sie um Baumwolle und Weizen anzubauen, aber mehr dazu im nächsten Post...

Dienstag, 26. Mai 2015

Ayers Rock / Uluru

War am Ende vom letzten Post noch alles super, sieht das ganze jetzt schon wieder ganz anders aus...

Zwar habe ich einen Mitfahrer von Darwin nach Alice Springs gefunden, einen Franzosen, aber schon am Tag der Abreise fangen die Probleme an:

Von Markus und Tino verabschiedet, meinen Mitfahrer eingesammelt und los gefahren.
Noch nicht mal aus Darwin raus, überhitzt mein Auto, ein kurzer Blick unter die Motorhaube erklärt es: Es ist kein einziger Tropfen Kühlflüssigkeit im Kühler....
Zum Glück habe ich aber noch einen Kanister davon im Kofferraum. Und auch wenn die Kühlflüssigkeit in Strömen raus fließt, sobald ich den Motor starte, schaffen wir es gerade noch bis zur nächsten Werkstatt.


Mit neuer Wasserpumpe, 500 Dollar weniger auf dem Konto, und einigen Stunden Verzögerung geht's endlich wieder auf die Straße.

Dienstag, 12. Mai 2015

Darwin - Top end

Es ist vollbracht!

Nach knapp 40 Tagen und über 9.000 gefahrenen Kilometern haben wir das Ende dieses Road Trips erreicht

Wo fährt man als erstes hin, wenn man keine Ahnung von nichts hat? Zur Touristeninformation, genau
Und weil Darwin so eine super tolle Stadt ist und ihre Touristen liebt, kassieren wir direkt erstmal einen Strafzettel, weil unser Park ticket abgelaufen ist....

Aber nagut...

Markus und Tino begeben sich also auf Jobsuche und auch ich habe ja anfangs darüber nachgedacht in Darwin zu arbeiten. Allerdings ist hier gerade erst Mitte September und bereits jetzt ist es schon extrem unangenehm auf den Straßen. Selbst wenn man nur gemütlich durch die Stadt schlendert, kommt man ins Schwitzen, die Luftfeuchtigkeit ist extrem und in den nächsten Monaten soll es noch schlimmer werden.

Planänderung also. Aber ein Job muss trotzdem her, deswegen Suche ich über das Internet nach Farm Jobs in südlicheren Gegenden.
Bevor es soweit ist, gibt es aber noch einiges, das ich mir hier im 'Top End' (so nennen die Leute die Gegend) angucken will

Wie zum Beispiel den Litchfield National Park
Ein geniales Stück Natur eine Stunde entfernt von Darwin




Montag, 27. April 2015

Zurück lehnen und entspannen

Der restliche Weg nach Darwin verläuft wirklich mal ohne Probleme, aber davon hatten wir ja jetzt auch genug

Trotzdem gibt's natürlich wieder so einiges Sehenswertes auf dem Weg. Und auch wenn wir endlich in Darwin ankommen wollen, können wir es nicht lassen, an Orten wie der Geiki Gorge halt zu machen


Und außerdem ist die Distanz auch einfach wieder zu gewaltig um das ganze durch zu fahren, bzw überhaupt an einem Tag zu schaffen.



Außerdem schauen wir noch bei Lake Argyle ...



.. Und den Edith Falls vorbei









Alles in allem waren die 4 Tage Fahrt super entspannt
und jetzt sind wir endlich da...

Montag, 20. April 2015

Nur fliegen ist schöner

Von der Natur bestraft, dass wir keinen 4WD haben, müssen wir nicht nur die gibb River Road zurück fahren, sondern die rauen Straßen scheinen meinem Auto nicht zu gefallen.
Es vibriert stark, wenn man schneller fährt.
Um zu einer vernünftigen Werkstatt zu kommen, fahren wir nicht nur nach Derby, sondern komplett zurück nach Broome.

Und wow, das sieht nicht gut aus!


Zum Glück aber noch entdeckt, bevor sie geplatzt sind..
Trotzdem sind das wieder Kosten, die von meiner Reise Kasse abgehen



Aber ein Gutes hatte die Fahrt zurück nach Broome doch noch :
Abends im Hostel entdecke ich diesen Flyer



Da kann ich natürlich absolut nicht nein zu sagen :D
Bevor wir uns am nächsten Morgen also auf in Richtung Darwin machen, heißt es für mich Flyboarden!






Krass... Ich wusste nicht mal, dass es sowas gibt, aber absolut geil!
Wie sagt man so schön, nur fliegen ist schöner😃



Leider aber auch ziemlich kurz, nach nur 30 Minuten ist der Spaß vorbei

Und dann geht's wieder ins Auto

Von Broome versuchen wir also erneut den Weg nach Darwin zu fahren
Fest entschlossen, uns nicht von Wasserlöchern oder sonstigem aufhalten zu lassen..

Freitag, 23. Januar 2015

Gibb River Road & horizontal Falls

Eine der legendären Straßen in Australien und besonders Western Australias .
Bekannt dafür, dass man sie nur mit 4WDs befahren kann oder sollte, also am besten Geländewagen mit Allrad.
Ich habe mich natürlich trotzdem daran gewagt... Zumindest an einem kleinen Teil, aber dazu später mehr!

Zuerst einmal folgen wir der Hauptstraße von Broome aus weiter Richtung Darwin bis wir zu einem kleinen Nest namens Derby kommen
Nun ist Derby an sich ziemlich langweilig und es gibt nicht viel zu sehen, aber man kann es als Startpunkt für eine Tour zu den horizontal Falls nehmen.

Vielleicht kann man es vom Namen schon ableiten, es geht hier nicht um normale Wasserfälle, sondern um horizontale. Wie das geht? Ganz einfach: Die Gezeiten

Wie genau, erzähle ich später mithilfe von ein paar Bildern, damit geht's einfacher.


Samstag, 20. Dezember 2014

Broome

Nachdem wir eine Woche in Karijini verbracht und so ziemlich alles dort gesehen haben, ist es Zeit, weiter zu ziehen. Das nächste große Ziel ist dabei Broome - und das ist schon in Reichweite, denn viel zu sehen gibt es auf dem Weg nicht mehr!

Trotzdem wollen wir noch mitnehmen, was geht. Unter anderem auch Karratha, eine Minen Stadt an der Küste. Um dort hin zu kommen, haben wir zwei Möglichkeiten : Entweder wir nehmen den Highway, was aber ein Umweg von ca 200 Kilometer ist. Oder aber wir nehmen den direkten Weg, das sind dann nur 400 Kilometer, allerdings auf unbefestigter Schotterstraße.....
Zu unserer Entscheidung hat außerdem beigetragen, dass uns jeder, inklusive unserem Tour guide bei Karijini und der Frau aus dem Besucherzentrum, geraten hat, diese Strecke nur mit einem 4wd (also Geländewagen mit allrad) und mindestens 2 oder 3 Ersatz Reifen zu befahren.